Wiederholung ist eine Erfahrung, die meine Spurenlese durch den Alltag begleitet.
Das Vergangene, das die Wiederholung wieder holt, wird im Gegenwärtigen nicht als ein Identisches reproduziert und erlebt, sondern nur als ein Gleiches erinnert. Es bleibt ein Unterschied, der auf ein Abwesendes verweist, das für immer vergangen ist und das auch in der Wiederholung vergangen, verloren bleibt.
Thesen: Jutta Franzen, Muster der Wiederholung in den Arbeiten von Sophie Calle, Berlin 2004
Als Thema einer interdisziplinären Diskussion wird Wiederholung wieder geholt auf der aktuellen Tagung “Re – Ästhetiken der Wiederholung, Hochschule für bildende Künste Hamburg, 01. – 2. Dezember 2011.”
Ausgehend davon, dass “zahlreiche zeitgenössische Philosophien, Erkenntnistheorien und Kunstauffassungen die Annahme (teilen), dass Identität und Geschichte fortgesetzt aus Akten von Wiederholung und Differenz hervorgehen,” will die Tagung die vielfältigen Wiederholungsformate analysieren und insbesondere interkulturelle Wiederholungsmuster und Aneignungsformen aufspüren.
HFBK: Tagung Re.
Kippfiguren der Wiederholung, 2007, Tagungsband zur Konferenz Berlin 2004, Inhaltsverzeichnis
Thesen: Jutta Franzen, Muster der Wiederholung in den Arbeiten von Sophie Calle, Berlin 2004