Archiv für die Kategorie ‘inter//kultur’

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Inter/Aktion// MalokkolaM

2009/09/13

Gestern war ich bei der Mitmachaktion im Nachbarschaftshaus Cuvrystraße im Wrangelkiez dabei und habe für den Blog MalokkolaM fotografiert, der das Projekt von Kaaren Beckhof begleitet.

Spannend: das Zusammentreffen von Graffiti und Kolam im öffentlichen Raum.

Mitmachen!

Mitmachen!

Public Space

Public Space

1.Entwurf Kolam

1.Entwurf Kolam

Cuvrystraße

'n the hood// Cuvrystraße

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Alexander Kluge// Die Aktualität Adornos

2009/09/11

Alexander Kluge hat dieses Jahr den Adorno Preis der Stadt Frankfurt am Main erhalten.

In seiner Dankesrede zeigt Kluge  die Aktualität Adornos unter verschiedenen Aspekten auf.  Mein Favorit ist die Argumentation entlang der Frage: „Was heißt „entdummen“?

Der Hermetik  und Macht des „falschen Lebens“ stellt Kluge Adornos „Gegengift“ der Aufklärung, Glückssuche und nicht zuletzt der Bildung entgegen. Bildung meint hier “ Zauberkunst“, „Verführungskunst“, die den Mut stärkt, sich der eigenen sinnlichen Gewissheit zu bedienen im „entschiedenen und partisanenreichen Kampf gegen die Lügensysteme, die uns umgeben.“

Abdruck der Dankesrede im Freitag.

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Revolutionen des Alltäglichen

2009/08/22

Unter dem Motto >Revolutionen des Alltäglichen< zeigt das Musem Morsbroich vom 23. August 2009 – 01. November 2009 Werke von insgesamt acht lateinamerikanischen KünstlerInnen, die sich mit Alltagsgegenständen auseinander setzen.

Zum einen gilt der Blick den Spuren kultureller Verweise und Zusammenhänge in den Dingen, die kritisch auf ihre aktuelle Wertung und Wirkung  im globalisierten Alltag hinterfragt werden.

Zum anderen werden Dinge aus eben diesem kulurell-historischen Kontext gelöst, um Materialität und Form hervor treten zu lassen. Die Dinge verlieren ihre alltägliche Vertrautheit und lassen eine veränderte Wahrnehmung zu, die einen neuen Bedeutungsraum eröffnet, von dem aus die >Revolutionen des Alltäglichen< vorstellbar werden.

Eine Kurzbesprechung der Ausstellung findet sich im art-magazin.

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Spurenlese// Hongkong

2009/08/07
Hongkong Nathan Road (c)juttafranzen

Hongkong Nathan Road (c)juttafranzen

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Spurenlese// Berlin

2009/08/07
Berlin Xberg (c)juttafranzen

Berlin Xberg (c)juttafranzen

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Intervention// MalokkolaM

2009/07/10

Seit Anfang Juli betreue  ich den Blog des partizipativen kulturellen  Projekts >MalokkolaM< . Unterstützt vom Quartiersmanagement finden im Wrangelkiez Workshops und Interventionen im öffentlichen Raum statt.

MalokkolaM | Workshop  Foto: (c) Gabriele Hulitschke

MalokkolaM// Foto: (c) Gabriele Hulitschke

BewohnerInnen können gemeinsam mit der Künstlerin Kaaren Beckhof Kolams legen, was in Indien eine alltägliche Praktik ist. Die kulturelle Vielfalt des Kiezes wird um eine weitere Nuance bereichert und lenkt den Blick auf die Linie und ihren kulturellen Kontext. In Workshops werden theoretisches Wissen und praktische Technik vermittelt.  Bilder, Kommentare und Beiträge im Blog sind willkommen!

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Spurenlese//2 Périphérique

2009/02/22

Die Fotografien der Serie „Périphérique“ von Mohamed Bourouissa  wirken auf den ersten Blick wie eine Spurenlese im Alltag, die zufällige Szenen in den Pariser Vorstädten dokumentiert. Doch die Bilder sind inszeniert und folgen einer „emotionalen Geometrie“, wie Mohamed Bourouissa die Verortung und Anordnung von Spannung im Raum bezeichnet. Es geht um den Moment, in dem die Spannung den extremen Punkt erreicht, an dem alles passieren kann oder nichts. Alltägliche Szenen wie eine beiläufige Begegnung, die gleichwohl eine aggressive Stimmung provoziert, gewinnen gerade durch die Künstlichkeit ihrer Inszenierung an Aussagekraft. Klischee und Stereotypen gegenüber den Jugendlichen in den Vorstädten, wie sie im Bemühen um authentische Darstellung in den Medien oftmals transportiert werden, demontiert Bourouissa. Die Folgen der sozialen Ausgrenzung werden ohne moralische Anklage sichtbar durch die präzise Komposition von Körpersprache, Mimik und Kleidungsstil der Jugendlichen, die sie als Akteure zeigt.

Les images « Périphériques » ont pour thème la banlieue. Si je pars d’une base sociale, mon travail est pourtant d’ordre plastique fonctionnant sur une géométrie émotionnelle. C’est un placement et une organisation de la tension dans l’espace qui est mise en avant. Elle met en scène la banlieue en tant qu’objet conceptuel, artistique dans des situations qui d’ordinaire seraient du ressort du photo-journalisme. En démontant les clichés de ce sujet, je traite de la problématique du rapport de force et pose la question de la mécanique du pouvoir. Mohamed Bourouissa

Die Fotoserie „Périphérique“ ist online hier zu sehen. Sie wird bis zum 24.Mai 2009 im Rahmen der Ausstellung „Tense Territories“ im Finnish Museum of Photography gezeigt.

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re/positionierung// Critical Whiteness

2009/01/23

Am 23.Januar 2009 habe ich in der Veranstaltungsreihe „re/positionierung – Critical Whiteness/Perspectives of Color“ wichtige Stationen und Postionen der Kritischen Weißseinsforchung vorgestellt.

*AUFTAKT: POSITIONIERUNG!

*Eine Positionierung ist für einen gleichberechtigten Dialog über hierarchische Strukturen unerlässlich. Die Begriffe „People/Menschen of Color“ und „Weiß“ stellen eine Möglichkeit dar, die Positionen innerhalb dieses ungleichen Konfliktes zu benennen, zu besprechen und zu hinterfragen.
Wir werfen einen Blick auf Definitionen und Geschichte dieser Begriffe und erörtern ihre Bedeutung für einen reflektierten Umgang und den gemeinsamenKampf gegen Rassismus.

Fr, 23. Januar 2009
17:00h: *Einleitung*
AG re/positionierung (D)

18:00h: *People of Color: Empowerment und selbst-reflexive Identitätspolitik
Kien Nghi Ha
(Vortrag/D)

20:00h:* Doing Whiteness*
Jutta Franzen
(Vortrag/D)

Es folgte eine lebhafte und kontroverse Diskussion. Der Kritik konnte ich nicht in allen Punkten folgen, da mir als Referentin Postionen angelastet wurden, die ich als Praktiken des „Doing Whiteness“ dargestellt hatte.  So bezog ich mich z.B. auf Bildmaterial einer Studie, die auf der Website des Projekts selbst genannt ist, das nun als „unerträglich“, „rassistisch“ nicht zu sehen gewünscht wurde. Es ist aber nicht möglich über „Doing Whiteness“ zu sprechen, ohne genau diese Markierungen zu zeigen – denn „Whiteness“ funktioniert gerade dadurch, dass es in dieser gesellschaftlichen Funktion unsichtbar und unausgesprochen bleibt.

Eine Kurzfassung meines  Beitrag wird im  Reader zur Veranstaltungsreihe veröffentlicht.   Nochmals herzlichen Dank für die Einladung und den regen Austausch!

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Naqsh// Gender und Rollenbilder im Iran

2008/07/26

Die Ausstellung „Naqsh“ im Pergamonmuseum Berlin setzt sich mit dem Thema „Gender, Feminismus und Islam“ in künstlerischer und wissenschaftlicher HInsicht auseinander.

Naqsh kommt aus dem Persischen und bedeutet Abbild und Muster, aber auch Rolle.
Dabei geht es nicht allein um Frauen oder Frauenbilder. Vielmehr zeigen die ausgestellten Arbeiten das Leben in unterschiedlichen Geschlechteridentitäten unter den politischen, gesellschaftlichen und religiösen Bedingungen des Alltags.

Die Kunstwerke werden begleitet von dokumentarischen Audio- und Videointerviews , in denen Repräsentantinnen des säkularen und islamischen Feminismus und ein transsexueller Mann neben Wissenschaftlern und Aktivistinnen zu Wort kommen.

Beteiligte Künstler/-innen
- Bita Fayyazi
- Parastou Forouhar
- Alireza Ghandchi
- Shirin Homann-Saadat
- Ahmad Morshedloo
- Neda Razavipour
- Maryam Salour

Interviewpartner/-innen (Audio)
- Mansoureh Shojaee
- Dr. Elaheh Kolaee
- Maziar Gilani

Interviewpartner/-innen (Video)
- Dr. Mehrdad Darvishpour
- Dr. Shahin Navai
- Roja Bandari

Pergamonmuseum Berlin, Museum für Islamische Kunst
Am Kupfergraben 5
10117 Berlin-Mitte
10. Juli – 07. September 2008

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Jens Förster// Stereotype und Vorurteil

2008/05/17

Am 19. Mai 08, 19:00 hält Jens Förster im Rahmen der Sonderausstellung »typisch! Klischees von Juden und Anderen« im Jüdischen Museum Berlin den Vortrag: »Wir alle haben Vorurteile – aber wie werden wir sie wieder los?«

Jens Förster, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Amsterdam, gibt einen Einblick in die aktuelle Vorurteilsforschung und geht der Frage nach, warum wir Vorurteile haben und ob wir überhaupt vorurteilsfrei leben könnten.

In seinem aktuellen Buch „Kleine Einführung in das Schubladendenken, Über Nutzen und Nachteil des Vorurteils“ hat Förster die Wirkkraft von Stereotypen und Vorurteilen bezogen auf wissenschaftliche Studien und autobiografische Erfahrungen „anschaulich und klug“ ( Neue Zürcher Zeitung ) aufgezeigt.

Bereits im November 2007 sprach Förster in Berlin an der Humboldt Universität im Programm der Gender Lectures zum Thema „Wie Vorurteile unsere Leistung verbessern und verschlechtern können. Eine sozialpsychologische Perspektive.“