Mit ‘Fremdes’ verschlagwortete Einträge

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Global Alien// Congress of Culture// Berlin

2008/05/03

Vom 01. März bis zum 27.April fand im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien ein Ausstellungsprojekt des Network >Global Alien< statt. TheoretikerInnen und KünstlerInnen aus Deutschland, Korea, Island, Dänemark, Japan , Österreich und den Philippinen arbeiten vernetzt, um im Austausch verschiedener Kulturen einen lokalen Zusammenhang produktiv anzueignen. BesucherInnen waren aufgefordert, Teil des Projekts zu werden, indem sie sich auf die fremde Umgebung einließen, die ihnen die Ausstellung zeigte. Mehrere Workshops, Performances und Filmscreenings vertieften die Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität und ihrer wechselseitigen Beziehung zum Fremden.
Details: www.globalalien.net

Eine der Arbeiten, die mir besonders aufgefallen sind:

Christoph Mayer chm, Lines, Bethanien 2008

Lines//Christoph Mayer chm

Ausgerechnet Grenzen als der Kommunikation dienlich zu behaupten, überrascht, ist aber konsequent, wenn Grenzen als Interaktionen des Grenzziehens und damit in ihrer kulturellen und sozialen Verhandelbarkeit verstanden werden.

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Eigenes und Fremdes// Ein Kreidestrich

2008/05/02

Eigenes und Fremdes stehen einander nicht als Gegensätze gegenüber. Sie implizieren vielmehr einen unendlichen Prozess der Annäherung, der Beziehung zu- und aufeinander, die jeweils eine Grenze markiert, die – einem Kreidestrich gleich – stets wieder neu gezogen und überschritten werden kann.

Ein Kreidestrich

ich|du (c)juttafranzen

Gerade indem das Eigene nicht aufgegeben wird, kann dem Unbekannten und Verschiedenem mit Neugier und Empathie begegnet werden, so dass sich Respekt und nicht Furcht oder Ablehnung vor dem Fremden entwickeln.

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Spurenlese//1

2008/04/20

Mit dem Fotoapparat auf Spurenlese: der Einsatz des Mediums Kamera schärft die Aufmerksamkeit und lässt im Alltäglichen interkulturelle Begegnungen aufspüren, die gewöhnlich nicht (mehr) als solche wahrgenommen werden. Der Blick wird gerichtet auf Spuren, die im Foto zum Vorschein gebracht werden. Als Folgen vergangener Prozesse müssen die Spuren gelesen, d.h. gesammelt, geordnet und gedeutet werden. Das Auswahlkriterium hierbei sind Abweichungen in einer Ordnung.

Beispiel: Straßenszene in Berlin Kreuzberg

Straßenszene Berlin-Kreuzberg

Straßenszene Xberg// juttafranzen 2008

Spur 1: Das Gebäude auf der linken Seite ist eine Moschee, die deutlich an den Minaretten zu erkennen ist, von denen aus die Muslime zum Gebet gerufen werden. Mitten in Berlin-Kreuzberg an einer belebten Kreuzung gelegen, verweist diese Spur auf die Begegnung mit der islamisch- türkischen Kultur und ihre bedeutende Rolle in diesem Stadtteil.

Ausschnitt Speisekarte

Ausschnitt Speisekarte

Spur 2: Die Zusammenstellung der Speisekarte auf der Tafel bietet neben deutschem Essen italienische, türkische Speisen und US-amerikanische Getränke an. Eine weitere Besonderheit ist, dass es nicht nur Kochschinken (aus Schweinefleisch) gibt, sondern auch Rinderschinken. Bezogen auf den räumlichen und sozialen Kontext, liegt es nahe, das als Angebot für islamische Kunden zu interpretieren.

Die Spurenlese verstärkt die Wahrnehmung und die Differenzierung von Beschreiben, Interpretieren und Bewerten.