Mit ‘Interkulturalität’ verschlagwortete Einträge

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Inter/Aktion// MalokkolaM

2009/09/13

Gestern war ich bei der Mitmachaktion im Nachbarschaftshaus Cuvrystraße im Wrangelkiez dabei und habe für den Blog MalokkolaM fotografiert, der das Projekt von Kaaren Beckhof begleitet.

Spannend: das Zusammentreffen von Graffiti und Kolam im öffentlichen Raum.

Mitmachen!

Mitmachen!

Public Space

Public Space

1.Entwurf Kolam

1.Entwurf Kolam

Cuvrystraße

'n the hood// Cuvrystraße

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Intervention// MalokkolaM

2009/07/10

Seit Anfang Juli betreue  ich den Blog des partizipativen kulturellen  Projekts >MalokkolaM< . Unterstützt vom Quartiersmanagement finden im Wrangelkiez Workshops und Interventionen im öffentlichen Raum statt.

MalokkolaM | Workshop  Foto: (c) Gabriele Hulitschke

MalokkolaM// Foto: (c) Gabriele Hulitschke

BewohnerInnen können gemeinsam mit der Künstlerin Kaaren Beckhof Kolams legen, was in Indien eine alltägliche Praktik ist. Die kulturelle Vielfalt des Kiezes wird um eine weitere Nuance bereichert und lenkt den Blick auf die Linie und ihren kulturellen Kontext. In Workshops werden theoretisches Wissen und praktische Technik vermittelt.  Bilder, Kommentare und Beiträge im Blog sind willkommen!

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Global Alien// Congress of Culture// Berlin

2008/05/03

Vom 01. März bis zum 27.April fand im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien ein Ausstellungsprojekt des Network >Global Alien< statt. TheoretikerInnen und KünstlerInnen aus Deutschland, Korea, Island, Dänemark, Japan , Österreich und den Philippinen arbeiten vernetzt, um im Austausch verschiedener Kulturen einen lokalen Zusammenhang produktiv anzueignen. BesucherInnen waren aufgefordert, Teil des Projekts zu werden, indem sie sich auf die fremde Umgebung einließen, die ihnen die Ausstellung zeigte. Mehrere Workshops, Performances und Filmscreenings vertieften die Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität und ihrer wechselseitigen Beziehung zum Fremden.
Details: www.globalalien.net

Eine der Arbeiten, die mir besonders aufgefallen sind:

Christoph Mayer chm, Lines, Bethanien 2008

Lines//Christoph Mayer chm

Ausgerechnet Grenzen als der Kommunikation dienlich zu behaupten, überrascht, ist aber konsequent, wenn Grenzen als Interaktionen des Grenzziehens und damit in ihrer kulturellen und sozialen Verhandelbarkeit verstanden werden.

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Eigenes und Fremdes// Ein Kreidestrich

2008/05/02

Eigenes und Fremdes stehen einander nicht als Gegensätze gegenüber. Sie implizieren vielmehr einen unendlichen Prozess der Annäherung, der Beziehung zu- und aufeinander, die jeweils eine Grenze markiert, die – einem Kreidestrich gleich – stets wieder neu gezogen und überschritten werden kann.

Ein Kreidestrich

ich|du (c)juttafranzen

Gerade indem das Eigene nicht aufgegeben wird, kann dem Unbekannten und Verschiedenem mit Neugier und Empathie begegnet werden, so dass sich Respekt und nicht Furcht oder Ablehnung vor dem Fremden entwickeln.

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Das Medium Film im interkulturellen Training

2008/04/20

Perspektivenwechsel ist eine bewährte Methode im interkulturellen Training. Eine Situation mit den Augen des anderen zu betrachten, lässt die eigene „Kulturbrille“ erkennen, durch die andere Kulturen oftmals wahrgenommen werden. Das Medium Film eignet sich in besonderer Weise, den Perspektivenwechsel zu fördern und sich mit der eigenen ethnozentrischen Sichtweise auseinander zu setzen.

Filme können Einblicke in andere Welten geben, indem sie fremde Traditionen und Lebensweisen zeigen und kulturelle Ausdrucksformen widerspiegeln. Sie wecken unterhaltsam Empathie, Achtsamkeit und Respekt gegenüber unterschiedlichen Denk-und Lebensweisen. Filme laden dazu ein, Situationen aus der Perspektive der handelnden Personen wahrzunehmen, so dass die eigene Sichtweise hinterfragt werden kann.

Eine kleine Auswahl bekannter und ausgezeichneter Filme, um die Diskussion und Sensibilisierung für kulturelle Vielfalt und den angemessenen Umgang in interkulturellen Situationen anzuregen:

Der Tango der Rashevskis
R.: Sam Garbarski; Frankreich, Belgien, Luxemburg 2003, 100 Min.
FSK: ohne A. Empfehlung: ab 14
Humorvoll, witzig und amüsant wird die Geschichte der französisch-jüdischen Familie Rashevski erzählt. Der Tango zieht sich wie ein roter Faden durch den Film und steht für Toleranz, Offenheit und Vielfalt der verschiedenen Sichtweisen.
Der Film wurde auf zahlreichen Festivals präsentiert und gewann den Preis der Stadt Jerusalem beim Jerusalem Film Festival 2004

This is England
R.: Shane Meadows; UK 2006, 102 Min
FSK: ab 12; Empfehlung: ab 16
Shane Meadows vielfach ausgezeichneter, halb-autobiographischer Film gilt bereits als neuer Klassiker des britischen Kinos. Er spielt 1983 in England zur Zeit der Thatcher-Regierung und des Falkland-Krieges. Erzählt wird die Geschichte des Jungen Shaun, der in die Skinhead-Szene gerät.

Just a Kiss
R.: Ken Loach; UK, Belgien/ Deutschland, Italien, Spanien 2003, 103 Min
FSK: ab 6; Empfehlung: ab 15
In starken und eindringlichen Bildern vermittelt der Film des bekannten britischen Regisseurs Ken Loach die Probleme einer Liebe zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen. Gegen den Dogmatismus der Religionen gewandt, ist der Film ein Plädoyer für eine Gemeinschaft ohne Ausgrenzung.

Die Filme wurden am 08.Mai 2008 im Rahmen des XENOS-Projekts „Look ahead“ und der Europawoche in Berlin gezeigt.

Der Filmbetrachtung gingen kurze Impulsreferate voraus, die Informationen zum Thema, dem gesellschaftlichen Kontext und dem Regisseur vermittelten. Eine Filmanalyse und Diskussion erfolgten abschließend bzw. im Schulunterricht und konnten durch Referate und Hausarbeiten ergänzt werden.

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Spurenlese//1

2008/04/20

Mit dem Fotoapparat auf Spurenlese: der Einsatz des Mediums Kamera schärft die Aufmerksamkeit und lässt im Alltäglichen interkulturelle Begegnungen aufspüren, die gewöhnlich nicht (mehr) als solche wahrgenommen werden. Der Blick wird gerichtet auf Spuren, die im Foto zum Vorschein gebracht werden. Als Folgen vergangener Prozesse müssen die Spuren gelesen, d.h. gesammelt, geordnet und gedeutet werden. Das Auswahlkriterium hierbei sind Abweichungen in einer Ordnung.

Beispiel: Straßenszene in Berlin Kreuzberg

Straßenszene Berlin-Kreuzberg

Straßenszene Xberg// juttafranzen 2008

Spur 1: Das Gebäude auf der linken Seite ist eine Moschee, die deutlich an den Minaretten zu erkennen ist, von denen aus die Muslime zum Gebet gerufen werden. Mitten in Berlin-Kreuzberg an einer belebten Kreuzung gelegen, verweist diese Spur auf die Begegnung mit der islamisch- türkischen Kultur und ihre bedeutende Rolle in diesem Stadtteil.

Ausschnitt Speisekarte

Ausschnitt Speisekarte

Spur 2: Die Zusammenstellung der Speisekarte auf der Tafel bietet neben deutschem Essen italienische, türkische Speisen und US-amerikanische Getränke an. Eine weitere Besonderheit ist, dass es nicht nur Kochschinken (aus Schweinefleisch) gibt, sondern auch Rinderschinken. Bezogen auf den räumlichen und sozialen Kontext, liegt es nahe, das als Angebot für islamische Kunden zu interpretieren.

Die Spurenlese verstärkt die Wahrnehmung und die Differenzierung von Beschreiben, Interpretieren und Bewerten.