//material turn | Dinge [0]

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Tüte auf StuhlEtwa seit der Jahrtausendwende haben die Dinge in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften „Konjunktur“ [1]. Dabei rücken die Dinge nicht nur anstelle der Ideen als Gegenstand in den Focus der verschiedenen Untersuchungsfelder, es vollzieht sich vielmehr ein „material turn“, in dessen Verlauf die Dinge und die Praktiken der materiellen Kultur selbst zu Analysekategorien und Konzepten in den verschiedenen akademischen Disziplinen werden: „Von einem turn kann man […] sprechen, wenn der neue Forschungsfokus […] nicht mehr nur neue Erkenntnisobjekte ausweist, sondern selbst zum Erkenntnismittel und –medium wird.“[2]

Damit ist die Frage aufgeworfen, welche methodisch und inhaltlich fruchtbaren Impulse können von den Dingen ausgehen, wenn es darum geht, mit ihnen kulturelle Praktiken, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und sie als Medium zu nutzen, um sowohl neue Wahrnehmungsräume zu erschließen als auch Wissen und Technologien zu transferieren?

Um sich einer Antwort anzunähern, werden zunächst diese grundlegenden Aspekte des „material turn“ betrachtet.

//Abgrenzungsmerkmale und Besonderheiten eines turn in den Wissenschaften;
//Dinge in ihrer Materialität oder das, was das „material“ am turn ausmacht;

Von hier aus werden dann Thesen und Beispiele vorgestellt zu den

//Möglichkeiten des „re-turn“ in gesellschaftliche, ökonomische und mediale Handlungsfelder.

Die einzelnen Arbeitsschritte poste ich in lockerer Folge hier in den Blog, offen für Kommentare und Diskussion.

//material turn | Dinge [0]  [1] [2]


[1] Anke te Heesen, Petra Lutz 2005:14

[2] Doris Bachmann-Medick 2009:26

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Literatur
Links “material turn”